Sempervivum

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Dachbegrünung

...mit Sempervivum (Dach- oder Hauswurz)

Aberglaube

Dachbegrünung

Früher war die Hauswurz eine klassische Zauberpflanze. Sie wurde auf die Dächer gepflanzt um das Haus oder auch die Scheunen und Viehställe vor Blitzschlag zu schützen. Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. berichtet der griechische Botaniker Theophrastus von seiner Anwesenheit auf Mauern und Dachziegeln.

Im 9. Jahrhundert n. Chr. hat der große Kaiser Carolus Magnus (Karl der Große) in seiner Landgüterordnung sogar befohlen Sempervivum auf die Dächer zu pflanzen!

Vielleicht hatte die Hauswurz auf dem Dach ursprünglich nur den Zweck, lose Ziegel- oder Strohdächer zusammen zu halten und die Lehmdecke vor Auswaschung zu schützen.

Abb. rechts: verschiedene Hauswurz und Fetthennen auf dem Dach eines Gartenhäuschens

Tipp: Verwenden Sie das preiswerte Sortiment mit 20 verschiedenen Sempervivum

 

...extensiv mit Freilandsukkulenten

Vorteile

Viele Vorteile, sowohl ökonomischer als auch ökologischer Natur, sprechen dafür, sich für ein begrüntes Dach zu entscheiden.

Das Raumklima wird verbessert und Heizkosten werden eingespart, die Lebensdauer des Daches wird verlängert, die Entwässerungskosten werden gesenkt und die Grünfläche wird im Bebauungsplan angerechnet. Ebenso sinkt die Schallbelastung und Schadstoffe werden aus der Luft gefiltert.

Im Bundesland Bremen und vielen Städten wird der Bau eines solchen Daches entweder durch direkte Leistungen oder Gebührennachlässe subventioniert.

Auch gestalterisch wird das Gebäude enorm aufgewertet, dies spielt vor allem im Privatbereich eine große Rolle.

 

Verwendung von Freilandsukkulenten

Die Dickblattgewächse sind optimal für die Bepflanzung von Dächern geeignet, da Sie Wasser über einen langen Zeitraum speichern können und somit Dürreperioden schadlos überstehen.

Aufgrund dieser Eigenschaft finden diese Pflanzen nicht nur auf flachen, sondern auch auf Dächern mit einem Winkel bis zu 35° Verwendung.

Auf diesen stark geneigten Dachflächen spielt der gestalterische Aspekt eine besonders große Rolle, denn Sie werden schon aus großer Entfernung von jedermann wahrgenommen.

Die Anordnung der Pflanzen wird oft dem Zufall überlassen und folgt keinem bestimmten Konzept.

Bei deren großer Farbvielfalt sind die Crassulaceaen ein ausgezeichnetes Mittel diese Flächen besonders hervorzuheben. Sowohl durch Farbkontraste als auch durch einfache Formgebung können schöne, gegliederte Flächen geschaffen und auch einfache Firmenlogos verwirklicht werden, welche aufgrund deren Dimension eine große Werbewirkung haben.

Arten, die lange Ausläufer treiben (z.B. Phedimus), sind für eine ganzflächige Bepflanzung weniger geeignet, da sich diese die geplanten Formen schnell verfremden. Von laubabwerfenden Fetthennen ist auch abzuraten, da sonst im Winter Löcher in der Pflanzung entstehen, welche nicht nur unschön wirken sondern auch die Wirkung der Isolierung und der Schall- sowie Schadstofffilterung herabsetzen.

Eher sollte man immergrüne, niedrige, weniger wüchsige Gattungen und Arten in Form von Flachballenpflanzen aussuchen, und diese in größerer Anzahl pflanzen. Dies ist zwar kostenintensiver, doch gestalterisch besonders wertvoll.

Zusätzlich zu den jährlich anfallenden Pflegemaßnahmen müssen überschüssige Rosetten und andere Ausläufer entfernt werden, damit die gewollte Form erhalten bleibt.

 

Querschnitt

Querschnitt eines bepflanzten Daches

<- Flachballenpflanzen
<- Vegetationssubstrat für extensive Dachbegrünung
<- Filtervlies
<- Drainageelement
<- Bewässerungsmatte

Abb.: Florian Hatzenbühler

Geeignete Pflanzen sind Sempervivum (Haus- oder Dachwurz), ausgewählte Fetthennen und Mittagsblümchen
 

Links

Ein umfangreicher Artikel von Alexandra Potthof mit vielen Informationen zur Dachbegrünung:
Dachbegrünung – Oase im Asphalt-Dschungel